“da sehen sie wie weit wir gekommen sind!”

joseph weizenbaum ist gerade im tv bei einer diskussionsrunde waehrend des robocup 2006 zu sehen. wie immer ist er ein wenig wuetend. wuetend ueber die forscher, die ihre arbeit nicht hinterfragen. die glauben wollen, das ihre arbeit nur gutes fuer den menschen hervorbringt. er wirft fraunhofer forschern vor, 100.000 euro roboter fuer die altenpflege zu entwickeln, waehrend unzaehlige menschen in den usa noch nie einen arzt gesehen haben. seit den siebzigern traegt er die immerselben argumente vor. sie waren damals richtig uns sind es heute umso mehr.

ich habe weizenbaum waehrend meines studiums in rotis getroffen. auf otl aichers terrasse hat er neben mir auf einer bank gesessen und witze erzaehlt. weizenbaum hat zusammen mit guenther anders meine arbeit tief beeinflusst. am institut inmitten von technologie ist kritisches hinterfragen essenziell. vor kurzem habe ich seinen vortrag an der tu darmstadt verpasst. ich sass nur wenige meter weiter im institut. ich hoffe ich werde ihn noch einmal persoenlich treffen. christian meinte ich solle ihn einfach anrufen.

“das einzige das mehr laecherlich ist, als das kleine boxes fussball spielen ist, das menschen es auch tun.”

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persistence of vision with arduino

bei make: werden staendig neue persistence of vision experimente gezeigt. ich will das schon seit langem ausprobieren und habe deshalb heute abend mit dem arduino board und fuenf gruenen leds meine 5×3 dotmatrix schrift umgesetzt.

wenn mein bluesmirf modem da ist, werde ich das ganze auf den plattenspieler stecken und raumagent passagen fliegen lassen.

there are plenty of persistence of vision projects at make:. so i did a short sketch with arduino and five green leds to visualize my 5×3 dotmatrix font.

i would like to add a bluesmirf modem and put it on my turntable to visualize raumagent passages on it.
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arduino source code

zkm – lichtkunst aus kunstlicht

ich komme gerade aus dem zkm. die ausstellung “lichtkunst aus kunstlicht” laeuft dort noch bis zum 1. mai. es gab viel 80er neon, wenig digitales, viele wahrnehmungsexperimente, im gesammten war aber nichts besonderes dabei. ruth schnells patterns of perception war ganz nett.

in der letzten zeit gab es einige spannende pov (persistence of vision) arbeiten bei make:. ich denke darueber nach, ob das auch eine alternative fuer das raumagent terrain waere.

zkm-licht-stadt.jpgzkm-licht-led2.jpgzkm-licht-led1.jpgzkm-licht-ebenen.jpg

tara donovan

donovan is known for her commitment to process, unusual material choices, ability to transform familiar objects or substances into challenging new forms, and sensitivity to architecture. using large quantities of readily available consumables such as paper plates, pencils, straight pins, scotch tape, fishing line, or adding machine paper, she exploits their flexibility to make highly tactile works with a strong element of surprise.
(press release for the ace gallery)

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traeumen als interface

ich lese gerade bei we make money not art von der installation mimesia:
“Richard Brown’s Mimesia painting allows the viewer to journey through the landscape of an artificial world. As if in a dream, the viewer can look around but cannot control what will happen next.”

bei den ersten prototypen des raumagenten war eine freie bewegung wie bei ego-shootern (quake3 engine..) moeglich. die navigation der letzten prototypen wuerde ich als “treiben lassen” bezeichnen. man wird in einem strom mitgezogen und kann diesem eigeschrankt gegenwirken.

ein spiel traeumen klingt aber spannend. darin steckt auch ein gewisses “treiben lassen” und ausgeliefert sein. externe ereignisse und geraeusche beeinflussen den traum, lassen einen aufschrecken, der traum/das spiel nimmt eine andere wendung.